Wenn der Tag
nichts zu bringen scheint und der Regen ans Fenster peitscht, dann ist es Zeit.
Zeit für was, wird sich der/die verehrte Leserin fragen, Zeit sich auf den Weg zu
machen. Eine Karte am Kaiser-Franz Josefs-Bahnhof zu lösen und sich in die
Schnellbahn zu setzen. Die Felder ziehen an der mit Regentropfen verschwommen
Fensterscheibe vorbei und dann ist man auch schon in Kritzendorf angelangt.
Eine neue Welt tut sich auf, die eigentlich an eine vergessene anknüpft. Durch
ein Zeitfenster schlüpfe ich hindurch in eine von Stoffstapeln gedämpfte Welt.
Der Rausch der einen befällt alles gebrauchen zu können, wird von der
Ernüchterung abgelöst keine handwerklichen Fähigkeiten zu besitzen. Nach zwei
Stunden Reizüberflutung an Krims und Krams sitze ich wieder im Zug nach Wien
und träume von Kleidern die ich nie nähen werde. Zu mindestens weiß ich nun
aber, wo ich den Stoff dafür bekommen könnte.
Aus gegebenen
Anlass und weil das Konzert so schön war, ist das einzige Lied, welche die
Stimmung des Geschäftes einfangen könnte, jenes:
https://www.youtube.com/watch?v=LcfXs9BMAzw
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