Mittwoch, 16. September 2015

Dinge die man in Wien machen sollte


Wenn der Tag nichts zu bringen scheint und der Regen ans Fenster peitscht, dann ist es Zeit. Zeit für was, wird sich der/die verehrte Leserin fragen, Zeit sich auf den Weg zu machen. Eine Karte am Kaiser-Franz Josefs-Bahnhof zu lösen und sich in die Schnellbahn zu setzen. Die Felder ziehen an der mit Regentropfen verschwommen Fensterscheibe vorbei und dann ist man auch schon in Kritzendorf angelangt. Eine neue Welt tut sich auf, die eigentlich an eine vergessene anknüpft. Durch ein Zeitfenster schlüpfe ich hindurch in eine von Stoffstapeln gedämpfte Welt. Der Rausch der einen befällt alles gebrauchen zu können, wird von der Ernüchterung abgelöst keine handwerklichen Fähigkeiten zu besitzen. Nach zwei Stunden Reizüberflutung an Krims und Krams sitze ich wieder im Zug nach Wien und träume von Kleidern die ich nie nähen werde. Zu mindestens weiß ich nun aber, wo ich den Stoff dafür bekommen könnte.


Aus gegebenen Anlass und weil das Konzert so schön war, ist das einzige Lied, welche die Stimmung des Geschäftes einfangen könnte, jenes:

https://www.youtube.com/watch?v=LcfXs9BMAzw


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