Montag, 23. November 2015

Weißes Blatt Papier

Manches Mal, aber eher ganz selten sitze ich vor diesen Seiten und sie befüllen sich eher zögerlich. Das digitale Zeitalter gaukelt mir nicht zu selten eine leere Fläche vor, die einem weißem Blatt Papier sehr ähneln. Meine Gedanken schweifen ab, allerdings besteht eine leichte Analogie zur eigentlichen Geschichte, die ich hier gerne erzählen möchte.

Gestern, einer vierstündige Zugfahrt später, entstieg ich dem Zug im schönen Kärnten. Die werten Leser wissen ja bereits, dass ich dem Lande sehr zugetan bin. Von der Schönheit überwältigt und  gesättigt von köstlichen Kärntner Kasnudeln begaben wir uns nach Klagenfurt. Die alten Troubadouren Element of Crime waren im Lande und spielten ein Konzert par excellence. Das Publikum war schön bunt gemischt, vom 20 bis 60 Jährigen war alles mit dabei. Als alternde Indienerdine komme ich natürlich nicht drum rum auch regelmäßig bei Konzerten dieser Herren vorbeizuschauen. Jedes Mal ein Genuss. Sven Regner, der nicht nur damals meine Praktikantenzeit bei Swarovski in Tirol in der morgendlichen Busfahrt versüßte, sondern auch besonders stark mein Bild des typischen Deutschen mit Herrn Lehmann prägte, hat mir eine schönen Abend verpasst. Wahrscheinlich hat er mich damals durch das sympathische Erscheinungsbild des Herrn Lehmanns sogar dazu bewegt ein kurzes Intermezzo in Deutschland einzulegen. Der Zahn wurde mir aber alsbald gezogen, als mir klar wurde, dass in good old fucking germany niemand so ist, wie die Figur im Buch. Realität versus Realität halt.

Da ich in diesem Jahr schon sehr früh in weihnachtlicher Stimmung bin würde ich ganz gerne dieses Lied als akustische Beschreibung für den  Abend anfügen:



By the way für das Element of Crime Konzert in Klagenfurt vergebe ich 6 von möglichen 10 Punkten auf der Barbaraischen Konzert-dabeigegewesen-Skala.

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